Dunkles Weizen Batch 01 – Braubericht

Maischen

Am gestrigen Samstag war es mal wieder Zeit für einen Brautag. Entgegen dem Wetterbericht war es ein herrlicher Tag und ideal zum Brauen auf meinem kleinen Balkon. Etwas später als bei meinem ersten Sud, begann ich um 9:17 Uhr mit dem vorbereiten des Hauptgusses. Dafür mußten 18 Liter abgemessen werden. Die Gelegenheit habe ich genutzt, um an meinem zweiten Braueimer eine Skala anzubringen. Deshalb hat das Abmessen auch etwas länger gedauert., aber um 9:48 Uhr konnte das Einmaischen beginnen und das Malz wurde in das 50°C heiße Wasser geschüttet.

Dunkles Weizen Batch 01 - Einmaischen

Dunkles Weizen Batch 01 - Einmaischen

Man beachte die schöne Isolierung, die ich für meinen Braukessel gebastelt habe. Diese hatte ich bei meinem ersten Sud noch nicht, aber diesmal war sie wohl unverzichtbar. Es war zwar nicht so kalt, wie ich für Anfang November erwartet hatte, aber die Temperatur mußte für eine längere Zeit als beim ersten Sud ohne Nachheizen gehalten werden können.

Von 9:51 Uhr bis 10:11 Uhr wurde eine 20-minütige Weizenrast bei 50°C durchgeführt. Dann wurde auf 67°C hochgeheizt. Dies dauerte etwas länger als erwartet, trotz der schicken Isolierung. Aber um 10:35 Uhr war die Temperatur erreicht und eine einstündige Kombirast bis 11:35 Uhr wurde eingelegt. Die Kombirast ersetzt die bei meinem ersten Sud durchgeführten zwei getrennten Verzuckerungsrasten.

Dunkles Weizen Batch 01 - Rast beim Maischen

Dunkles Weizen Batch 01 - Rast beim Maischen

Während der einen Stunde Rast, hatte ich Zeit den Nachguss vorzubereiten. Dafür mußten 17,5 Liter auf 78°C erhitzt werden. Für den verwendeten Braueimer hatte ich noch etwas von der Isomatte übrig, mit der ich auch den Braukessel isoliert hatte. Beim ersten Sud hatte ich ja Probleme damit, die Temperatur des Nachgusses zu halten. Dies sollte mit etwas Isolierung diesmal besser gehen.

Dunkles Weizen Batch 01 - Vorbereitung des Nachgusses

Dunkles Weizen Batch 01 - Vorbereitung des Nachgusses

Nach dem Ende der Kombirast war die Jodprobe fällig, um festzustellen ob wirklich alle Stärke in Zucker umgewandelt wurde. Diese wurde vollständig bestanden.

Dunkles Weizen Batch 01 - Jodprobe

Dunkles Weizen Batch 01 - Jodprobe

Danach wurde weiter auf 78°C erhitzt um dann abzumaischen. Die Temperatur war um 11:46 Uhr erreicht und um 11:53 Uhr war die Maische in den Läutereimer umgefüllt.

Läutern

Nach meinem ersten Braubericht bekam ich aus dem Hobbybrauer Forum den Hinweis, daß ich mir beim Läutern mehr Zeit lassen sollte. Dies habe ich mir zu Herzen genommen und diesmal etwas langsamer geläutert. Die Würze lief ab 12:02 Uhr klar, und Pfanne voll, d.h. das Läutern abgeschlossen, um 13:50 Uhr.

Im folgenden gibt es ein paar Impressionen vom Läutern:

Dunkles Weizen Batch 01 - Beginn Läutern

Dunkles Weizen Batch 01 - Beginn Läutern

Die Würze plätschert in den Braueimer.

Dunkles Weizen Batch 01 - Läutern mit Sicht auf die Alpen

Dunkles Weizen Batch 01 - Läutern mit Sicht auf die Alpen

Während das herrliche Wetter eine gute Fernsicht auf die Alpen liefert.

Dunkles Weizen Batch 01 - Läutern

Dunkles Weizen Batch 01 - Läutern

Eine schöne dunkle Farbe der Würze macht Vorfreude auf das fertige Bier.

Dunkles Weizen Batch 01 - Kurz vor Läuterende

Dunkles Weizen Batch 01 - Kurz vor Läuterende

Die letzten Tropfen laufen in die Pfanne, während der Treberkuchen schon frei liegt.

Intermezzo

Während dem folgenden Hopfenkochen habe ich mir aus dem Treber, nach einer Idee aus dem Hobbybrauer Forum, ein paar Klopse gebraten. Gestreckt mit etwas Hackfleisch und diversen Gewürzen ergaben sich schmackhafte Bratlinge.

Intermezzo - Zutaten für Treber-Bratlinge

Intermezzo - Zutaten für Treber-Bratlinge

Serviert mit selbst gebackenem Brot und selbst gemachtem Senf ergaben diese ein sehr notwendiges Mittagessen.

Intermezzo - Mittagessen

Intermezzo - Mittagessen

Hopfenkochen

Die Würze zum Kochen zu bringen hatte etwas gedauert. Erst kurz nach 15:00 Uhr war wallendes Kochen erreicht. Nachdem das ausgeflockte Eiweiß abgeschöpft war, habe ich 23,5g vom Tettnanger Hopfen hinzugegeben und für 90 Minuten bis 16:35 Uhr gekocht.

Dunkles Weizen Batch 01 - Eiweißschicht auf der Würze

Dunkles Weizen Batch 01 - Eiweißschicht auf der Würze

Ausschlagen

Nach dem Desaster beim ersten Sud, hatte ich mir für das Ausschlagen einen Filterbeutel zugelegt. Mit diesem lief das Abseihen weit weniger arbeitsintensiv als beim letzten Mal. Nachdem die Würze vom Braukessel in den Braueimer mit Auslaß umgefüllt war, habe ich den Wirlpool erzeugt und das ganze erstmal 10 Minuten stehen lassen. Von 16:50 Uhr bis 17:20 Uhr lief die Würze dann durch meinen neuen Filterbeutel in den Gäreimer.

Dunkles Weizen Batch 01 - Ausschlagen

Dunkles Weizen Batch 01 - Ausschlagen

Das Ergebnis waren 21 Liter schönster dunkelfarbiger Würze, die nun über Nacht abkühlen dürfen. Als letzte Handlung nach dem obligatorischen Putzen der Braugeräte wurde die Hefe aktiviert um sie auf ihren Einsatz am nächsten Tag vorzubereiten.

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One Response to Dunkles Weizen Batch 01 – Braubericht

  1. Thorsten says:

    Sehr hübsch, freue mich schon aufs nächste Probieren, falls wieder ein Fläschli für uns übrig bleibt. 🙂

    Hast ja ne sehr schöne Aussicht von deinem Balkon, da macht das Brauen gleich doppelt soviel Spass.

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